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Gedankensplitter

Gedankensplitter

Wir sind nicht gestresst, weil wir krank sind!

Stress ist eine natürlich Reaktion auf eine Situation, die uns herausfordert und mit vielen (auch „alten“) Gefühlen verbunden ist. Einigen dieser Herausforderungen fühlen wir uns gewachsen und begegnen ihnen mit Lösungsansätzen, die geübt und durch unsere Erfahrungen und Einstellungen geprägt sind – und häufig nach einem bestimmten Muster ablaufen. Das hilft in „Standardsituationen“.

Genauso häufig führt es aber nicht zu dem gewünschten Ergebnis, weil unsere Einschätzung zu ungenau ist, die Realität (wie sie ist) nicht akzeptiert wird und/oder wir vor einer völlig neuen Situation stehen. Und manchmal führen unseren „klassischen“ Verhaltensweisen sogar in neue Probleme.

Der Umgang mit Gefühlen

Dann geraten wir in eine Situation, die wir vermeiden möchten, weil sie uns ungute Gefühle macht: Verwirrung, Angst, Ohnmacht, Kontrollverlust. Alles Gefühle, die weder gesellschaftlich noch persönlich besonders geschätzt werden.

Deshalb fällt es uns auch oft so schwer, uns diese Gefühle einzugestehen. Statt uns diesen Gefühlen zu stellen, reagieren wir mit unseren Lösungsmustern (siehe oben). Oder wir greifen zum Aktionismus, der uns glauben lässt, wir hätten die Situation als „Macher“ im Griff. Damit verschenken wir eine enorme Chance.

Denn die Stressreaktion zeigt uns, wo es etwas zu verändern gilt. Entweder im Bereich des Persönlichen (des eigenen „Gefühlshaushalts“ als Basis von Kraft und innerer Balance; die persönliche Haltung zu den jeweiligen Erfahrungen) oder im Äußeren (Strukturen, Bedingungen, etc.). Durch Vermeidung und Aktionismus verhindern wir ein tiefes Verstehen und damit situationsgerechtes Handeln.

Wenn du merkst, du reitest ein totes Pferd – steig ab! (alte indianische Regel)

Die Antworten finden wir nur, indem wir unsere Muster durchbrechen. Unbequem, aber notwendig. Denn einfach noch mehr von dem machen, was wir bisher getan haben (aber nicht wirklich zu einer befriedigenden Lösung geführt hat), hilft nicht weiter.

Komplexität und Geschwindigkeit

Heute gehen wir täglich mit  Komplexität und Geschwindigkeit um, die vor einigen Jahrzehnten die Menschen in den Wahnsinn getrieben hätte. Diese Entwicklung des Menschen ist aber nicht im gleichen Maße vorangeschritten. Der Umgang mit den Phänomenen der Gegenwart fordert eine ganz persönliche Antwort. Sonst bleibt der Mensch auf der Strecke. Die vielen Burnout-Fälle sprechen eine eindeutige Sprache.

Das alles ist kein Selbstzweck. In diesen Zeiten benötigt jeder ein Verständnis seiner selbst, um sich den Herausforderungen stellen und eine innere Balance behalten zu können. So gelingt ein erfolgreiches Leben – beruflich und privat.

 

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